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Meine kleine Farm Free entdeckt die WeltFliegende ElefantenMeine erste lange TaxifahrtEin neues Haus in ThailandWie ich zum Thailandvirus kam Meine Reise durch ThailandDas Gänseabenteuer Der alte Hahn

Meine kleine Farm

Mein langjähriger Traum geht langsam in Erfüllung. Eine kleine Farm in Thailand. Wie oft habe ich daran gedacht. Nun konnte ich ein Stück Land erwerben. Weit draussen, in der weiten Hochebene von Nakon Ratchasima.
Wo das ist fragt ihr? Ganz leicht zu finden. Man fährt von Bangkok auf der Schnellstrasse A1 über Saraburi nach Nakon Ratchasima. Khorat wird die Stadt Nakon Ratchasima auch genannt, die ca. 300 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Bangkok liegt. Hier bleibt man auf der A1 und fährt 60 Kilometer nordwärts Richtung Khon Kaen. Da biegt man rechts ab nach Phimai. Das ist die kleine Stadt mit der schönen Tempelruine. Jetzt sind es nochmals zehn Kilometer nach Norden. Da liegt die kleine Ortschaft Ban Ta Pan.
Ich war schon oft in diesem Dorf und wurde von den Leuten hier immer freundlich empfangen und plötzlich wurde mir das alte Thaihaus mit dem schönen Obstgarten angeboten. Ein Traum. Auch der Preis war akzeptabel, so dass ich schnell zugriff.
Und nun habe ich viel zu tun. Zuerst wurden nun ein Badezimmer und eine Küche gebaut und dabei legte ich auch Hand an, denn ohne ein richtiges WC und eine Dusche kann der verwöhnte Ausländer ja nicht auskommen.
Das nächste ist dann eine Mauer um das 1200 m2 grosse Grundstück. Ich möchte mir doch die Hühner, Hunde und Katzen der Nachbarschaft fernhalten. Dann habe ich aber auch viel zu lernen. Ich weiss nur wenig über Obst- und Gemüseanbau und das muss geändert werden. Als erstes lernte ich, dass es alleine in Thailand über hundert Sorten Mangos und Bananen gibt und dass Bananen zur Familie der Beeren gehören. Dann habe ich auch Guava- und Zitronensträucher auf meinem Land. Ein Zitronenblätterstrauch und einige Papayabäume. Im Gemüsegarten gibt es ausser Tomaten nur einheimisches Gemüse das ich zumeist nicht kenne. Auch wenn ich selber ein bisschen arbeiten will, so brauche ich doch Hilfe. Zum Glück sind die Arbeitskräfte hier für zehn Franken pro Tag zu haben. Da kann man es sich schon leisten ein bisschen Chef zu spielen.
Ich bin jetzt daran, meine Zelte in  Pattaya abzubrechen und freue mich schon darauf nach meiner Rückkehr aus der Schweiz ab Juni hier zu leben.

 

 

 
 

Der kleine Free entdeckt seine Welt

Der kleine Free ist ein hübscher Thaihund von unbestimmbarer Rasse. Vorerst, mit sechs Wochen sieht er eher wie ein Teddybär wie ein Hund aus. Er kam zu mir, weil jemand gesagt hat, er müsste ersäuft werden. Ich glaube heute, dass das absichtlich in meiner Anwesenheit gesagt wurde. Man hat mich damit auch dazu gebracht, den kleinen Kerl in meine Obhut zu nehmen. Nun ist er also auf meiner Minifarm und entdeckt seine Welt. Das aber soll er doch selber erzählen. Ich bin Free. So ruft man mich und ab und zu höre ich auch darauf. Free deshalb, weil mein neuer Chef – er glaubt der Boss zu sein – mich kostenlos, also free bekommen hat. Ich wohne jetzt auf der Minifarm BanSwiss. Es ist ja eigentlich nur ein Haus mit einem grösseren Garten. Für mich ist das noch riesig.
Langsam erkundige ich aber das ganze Grundstück. Oft muss ich mein Herz aber dabei in beide Pfoten nehmen. Heute früh kam so ein Ungetüm auf mich zu gestelzt. Auf hohen Beinen, in einem schwarzen Federkleid, auf einem langen Hals sass ein Kopf mit roter Kapuze. Zwei glitzernde Augen über einem spitzen Schnabel schauten mich neugierig und furchterregend an. Mir blieb fast das Herz stehen. Allen Mut zusammennehmend machte ich einige Schritte auf das Tier zu. Da nahm es Reissaus. Mutig rannte ich hinterher aber es war viel schneller als ich. Noch ist es schneller. Eines Tages werde ich es dann schon erwischen. Dann aber wird es seine blauen Wunder erleben. Ich weiss noch nicht was ein Hund mit dem Tier macht. Bis ich es erwische bin ich aber gescheiter und weiss Bescheid.
Zwischen den Bananenbäumen und Mangobäumen ist mein Paradies. Da kann ich herumrennen, Löcher graben und an Ästen knabbern. Niemand hält mich davon ab. Nur wenn ich mich den Schuhen oder Stromkabeln beim Haus kümmere gibt es ein Geschrei. Dabei sind doch Stromkabel so lustig. Man zieht daran und irgendwo fällt was um. Schuhe sind auch interessant. Die riechen so schön nach dem Menschen der mich füttert und streichelt. Dass er mich auch noch badet muss ich wohl in Kauf nehmen. Er ist einfach stärker als ich.
Ich habe noch gar nicht erzählt wie das mit dem Käfer war. Krabbelt der Kerl doch tatsächlich über mein Spielzeug hinweg. Bei allem was Recht ist. So nicht mit mir. Man hat ja auch so seine persönlichen Sachen wo sonst keiner ran darf. Ich als hingewetzt und zugepackt. Aber hoppla. Beisst der mich doch einfach in meine Zunge. Jetzt herrschte aber Krieg. Nach einer kurzen Schreckenspause packe ich wieder zu. Kurz, heftig und dann schleuderte ich ihn weit, so mindestens zwei Hundelänge von mir. Gleich raste ich hinterher und packe ihn wieder. Das ging so schnell, dass er gar nicht zur Gegenwehr kam. Noch zwei oder dreimal wiederholte ich das Ganze. Dann stellte er sich tot. An einer Käferleiche vergreife ich mich nicht und so verliess ich das Schlachtfeld als stolzer Sieger. Hungrig machte ich mich auf und suchte den Kühlschrank. Ich verstehe nicht, weshalb die Türgriffe da so hundeunfreundlich angebracht sind. Viel zu hoch und völlig untauglich um mit der Schnauze zu öffnen. Irgendwie muss das die Absicht der Menschen sein. Weil sie uns sonst fast überall unterlegen sind rächen sie sich auf diese faule Art. Was tun wir? Wir kläffen bis wir ihnen so auf die Nerven gehen, dass sie ganz schnell den Schrank aufmachen und das Futter herausgeben. So eine schöne, kräftige Stimme zum bellen ist schon etwas wert.
Jetzt habe ich Hunger bekommen weil ich darüber geschrieben habe. Ich muss deshalb abbrechen. Vielleicht schreibe ich euch später wieder mal wie es mir so geht.

 
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